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Rezension II Kapitel 1: Unweit

am 24.09.2009 | 17:17

"Der Herbst war die Zeit und alle Zeit war der Herbst."

Das Genre Fantasy besitzt von Zeit zu Zeit ein paar goldene Jahre. "Herr der Ringe", "Dragonlance", "Das Schwarze Auge", "Forgotten Realms" - immer wieder gibt es Epen, bei denen Magie und Schwertkampf eine zentrale Rolle einnehmen. Manchmal gelangen diese Epen auch in die Welt der Kinos und Hörspiele. Wie sieht es aber aus, wenn eine Fantasysage zuerst als Hörspiel ihre Kreise zieht?

Volker Sassenberg, der bereits die Jugendserie "Point Whitmark" und den Mystery-Thriller "Gabriel Burns" zu erfolgreichen Hörspielserien kreierte, steigt mit "Abseits der Wege" auch ins Fantasy-Genre ein.

Der Hauptakteur ist Gaston Glück, der von Timmo Niesner ("Dorgan Fink") gesprochen, ja manchmal geradezu geflüstert wird. Erst mit der Zeit erkennt dieser wie auch der Hörer wie komplex, geheimnisvoll, geradezu unheimlich die Welt jenseits vom Heimatort Tiefenhag sein kann. Sein Vater Tebald Glück, hervorragend gesprochen von Jürgen Kluckert, hat neben seiner Tätigkeit als Wirt noch eine weitere verantwortungsvolle Aufgabe...

Die Atmosphäre stimmt von Anfang an. Man fühlt förmlich die Flora des Waldes, das Plätschern des Regens. Die Geräusche sind perfekt aufeinander abgestimmt. Die Musik, inklusive der Titelmelodie, ist wunderschön. Ich wünsche mir sehr, dass es einen Soundtrack zu "Abseits der Wege" geben wird.

Die Sprecher sind wie schon angedeutet hervorragend. Volker Sassenberg hat ein gutes Händchen dafür, was die einzelnen Sprecher können. Lediglich Heinz Ostermann als Erzähler wirkte bei der Ersthörung etwas ruhig, jetzt muss ich aber zugeben, dass genau diese ruhige Art sehr gut zu dieser Serie passt. Timmo Niesner, Jürgen Kluckert, Stefan Krause und all die anderen Sprecher sind hervorragend. Besonders gut gefallen mir dabei Karl Schulz und Heinz-Werner Krähkamp.



Wie sieht es mit der Geschichte aus? Die erste Folge "Unweit" setzt die Charaktere gekonnt in Szene. Ein Purpurner Prüfer und ein rücksichtsloser Hauptmann treten wie der schwer auszumachende (aber doch irgendwie sympathische) Knorpelgnom Po (gesprochen von Volker Sassenberg) in Erscheinung und fesseln den Zuhörer. Wie mag der Weg von Gaston Glück und seinen Freunden weitergehen?

Fazit: Das Hörspiel hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Jeder Fantasy-Fan sollte sich die Zeit nehmen, hineinzuhören in eine Welt, wo der Herbst die Zeit ist.

 

 

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Vielleicht kann mir hier einer den Gedanken weiterspinnen. Wie war nochmals das Gespräch zwischen Tebald Glück und Orton Wasserpforte in der ersten Folge "Unweit"? Wen meinte Tebald, als er vom Verlust sprach? Wurde gar Gastons Mutter oder ein anderes Familienmitglied Teil der Fayen? Oder vom Verweser zu einem Purpurnen Prüfer verändert. Wird dies in der sechsten Folge "Erloschen" geklärt? Was denkt ihr? Liebe Grüße, Belphy

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